Großspitz Ango "Jacko" -  Lapinkoira Alaska "Mika"

Der Deutsche Großspitz

 

     

Erscheinung:

Der Großspitz ist aufgrund seiner Größe und seinem schönen Fell eine recht imposante und elegante Erscheinung.

Mit einer Schulterhöhe von 42 bis 50  ist der Großspitz nur unwesentlich kleiner als der Wolfsspitz und

wird seit 1957 ausschließlich in den Farben schwarz, braun und weiß gezüchtet, wobei zu erwähnen ist, dass die braune Variante bis vor kurzen bereits als ausgestorben galt.

Spitze besitzen ein doppeltes Haarkleid bestehend aus Unterwolle, die vor Kälte und Hitze schützt und einem langen Deckhaar mit fester Struktur welches Schmutz hervorragend abweist. Hals und Schulter ist bedeckt von einer dichten Mähne. Typische Kennzeichen sind die kleinen Stehohren und die buschige, auf dem Rücken getragene Rute.

 

Eigenschaften:

Der Spitz ist ein traditioneller Familien- und Hofhund mit einer festen Beziehung zu seiner Familie.

Sein natürliches Misstrauen Fremden gegenüber, qualifizierte ihn von je her zum unbestechlichen Wächter.        

Neben seiner guten Anpassungsfähigkeit, Witterungsunempflindlichkeit und seiner Reviertreue, was ihm zum

idealen Haus- und Hofhund macht, ist der Spitz besonders  freundlich und geduldig im Umgang mit Kinder.

Er ist verträglich mit Tieren und Artgenossen und hat keinen oder einen nur gering vorhandenen Jagdtrieb.

Der Spitz ist sehr gelehrig und seinem Menschen gegenüber ein Treuer Begleiter, was den Spitz zu einen idealen

Familienhund macht, der den intensiven Kontakt zu seinen Menschen sucht und auch braucht.

Immer häufiger sind Großspitze inzwischen auch im Hundesport und Ausdauertraining zu finden und haben sich

selbst als Zughunde schon bewährt.
 

Herkunft:

Deutschland. Der Spitz gilt als eine der ältesten Hunderassen. Er wird auf den steinzeitlichen Torfhund

„Canis familaris palustris Rüthimeier“ und späteren "Pfahlbauspitzes" zurückgeführt und zählt damit zu den ältesten

Hunderassen Mitteleuropas.

  

- Weißer Großspitz

Während die kleinen und mittleren Größenschläge der Spitze in den letzten Jahrhunderten eher beim einfachen Volk anzutreffen waren,  war der Weiße Großspitz, wohl aufgrund seiner besonders eleganten Erscheinung und seiner stattlichen Größe, eher in der feineren Gesellschaft anzutreffen und galt in seiner Vergangenheit nicht als typischer Wachhund auf den Höfen sondern war als Statussymbol beim Großbürgertum und Adel angesehen.

Seine Verbreitung erstreckte sich überwiegend auf den norddeutschen Raum. Darüber hinaus hatte sich der weiße Großspitz aber auch bis nach Polen und in den Baltikum ein Zuhause geschaffen. Zudem schaffte er mit deutschen Einwanderern sogar den Sprung über den Atlantik und wurde in Nordamerika später unter dem Namen American Eskimo weiter gezüchtet.

 

- Schwarzer Großspitz

Der Schwarze Großspitz hat seinen Ursprung in Süddeutschland. In den Weinbergen der Winzer war diese Rasse jahrhundertelang ein unersetzlicher Helfer und hatte sich dort als „Weinbergspitz“ seinen Namen gemacht. Er war es der Tagsüber die reifen Trauben vor den Tauben und anderen Getier schütze und Nachts als "unsichtbarer schwarzer" Wächter dafür sorgte, das Traubendiebe keine Chancen hatten Schaden anzurichten. Umso trauriger ist es, dass der treue Helfer von einst, bei der heutige Winzergeneration weitgehend in Vergessenheit geraten ist.


 

Gefährdung der Rasse

Trotz ihrer langjähriger Tradition als eigene Spitzvarietät führte der Großspitz schon immer eine relativ kleine Rolle unter den Spitzen. Doch in den letzten Jahrzehnten wurden die Großspitze immer weniger gezüchtet wodurch die Varietät sehr stark gefährdet wurde. So fielen im Hauptzuchtland Deutschland in den Jahren 2000 bis 2002 insgesamt nur 38 weiße Großspitze und gerade einmal 11 Schwarze Großspitze. Im Jahr 2003 setzte daher die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) die Groß- und Mittelspitze auf die Rote Liste der am stärksten vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Die Einstufung der Großspitze erfolgte als "extrem gefährdet", wo er leider bis heute steht.

http://www.g-e-h.de/rote-liste

Duch den Einsatz engagierter Züchter und Liebhabern der Rasse, sowie verschiedenen Zuchtmaßnahmen wurde inzwischen einiges erreicht, aber auch wenn das Problem des Aussterbens derzeit nicht mehr so akut ist, wie es sich noch vor einigen Jahren darstellte, haben die Großspitzzüchter noch einen anstrengenden Weg vor sich, um diese alte, deutsche Rasse auch langfrisitg erhalten zu können. Der Großspitz ist der seltenste Vertreter der Deutschen Spitze. Die Zuchtopoulation ist nach wie vor extrem klein und die Zuchtlinien eng miteinander verwandt, so dass von einer Entwarnung leider keine Rede sein kann. In den letzten Jahren gab es immer wieder verschiedene Initiativen zum Erhalt der Rasse, ein Zuchtprogramm zur Verpaarung weisser und schwarzer Großspitze, sowie ein Zuchtprogramm Mittelspitze einzukreuzen. Seit 2014 sind Farbverpaarungen zwischen schwarzen und weissen Großspitzen auch ohne Zuchtprogramm möglich. Ein erster Erfolg für die Zukunft des Großspitz, doch um die Rasse zu retten, wird es weitere Maßnahmen und Diskussionen geben müssen, um die Rasse erhalten zu können.

 

Es bleibt offen, ob den Züchtern dies gelingt und sich daraus langfristig eine Lösung für den Deutschen Großspitz ergibt.                                                                                                                                           
 

 

 Rassestandart Deutscher Spitz                                                                        

                         
       
       
       

 

 


 

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